Bildungspartnerschaft mit den Württembergischen Staatstheatern besiegelt!

Bildungspartnerschaft mit den Württembergischen Staatstheatern besiegelt!

Die Körschtalschule hat ihre dritte große Bildungspartnerschaft besiegelt, und dies mit keiner geringeren Institution als mit den Württembergischen Staatstheatern Stuttgart! Die Unterzeichnung fand in einem würdevollen Rahmen in den Räumen des Großen Hauses am 8. April 2014 statt. Diese Bildungspartnerschaft ergänzt die bereits vorhandenen Bildungspartnerschaften mit 16 örtlichen Betrieben und Institutionen und der Metall-Innung hervorragend: Nicht weniger als 11 Ausbildungsberufe bieten die Württembergischen Staatstheater an – von der Bürokauffrau über den Maßschneider bis hin zum Veranstaltungstechniker. Aber nicht nur das – auch Bewerbertrainings, Vorträge, Führungen, Praktika und noch einiges mehr wurde in den Kooperationsvereinbarungen festgehalten. Wir sind sehr stolz auf diese neue Bildungspartnerschaft, die unser Schulleben sicherlich bereichern wird!

Stefanie Lenuzza

Praktikum am Staatstheater in Stuttgart vom 02.05.-06.05.2016

Unsere Körschtalschule hat eine Bildungspartnerschaft mit dem Staatstheater in Stuttgart. Über Herrn Dietrich konnte ich mich dort bewerben und so ein einwöchiges Schülerpraktikum machen. Dabei habe ich vieles Interessantes über Bühnentechnik gesehen.  

Im Voraus habe ich vom Staatstheater einen Praktikumsplan erhalten. Auf dem Plan waren meine Arbeitszeiten und Einsatzbereiche ersichtlich. Ich hatte dreimal Frühschicht von 7:00 – 15:00 Uhr und zweimal Spätschicht von 15:00 bis 23:00 Uhr.

Mein Hauptansprechpartner im Staatstheater war Johannes Pflüger, Bühnenmeister Opernhaus. 

Am Montag, meinem ersten Tag, wurde ich am vereinbarten Treffpunkt von der Ausbildungsleiterin Frau Cemile Soylu empfangen. Von ihr wurde ich zur Horst Stadler gebracht, der mit einen Schlüssel zu meinem Spind gab, wo ich mein Sachen einschließen konnte. Danach zeigte er mir die Hauptbühne, die von den Zuschauer eingesehen wird und die beiden Seitenbühnen. Diese sind in einen Nord- und in einen Südflügel aufgeteilt.

Dann haben wir losgelegt. Ich musste körperlich viel arbeiten, wie zum Beispiel Bodenplatten tragen und in die vorgesehene Position einsetzen und mit Schrauben befestigen. Bei dem Kulissenaufbau für die Oper Rigoletto von Guiseppe Verdi habe ich auch geholfen. Die Seitenbühnen des Staatstheaters sind für den Bühnenaufbau eingerichtet. Die Teile der Kulissen wie auch die Werkzeuge sind mit „Nord“ und „Süd“ gekennzeichnet. Die Aufbauteams sind auch in Nord- und Südflügel eingeteilt. Meinen ersten Tag verbrachte ich im Südteam.

Am Dienstag (2.Tag) wurde ich durch das ganze Staatstheater geführt und ich war sogar auf der Kuppel des Staatstheaters, wo kein Zuschauer hinkommt. Meine Tätigkeit an diesem Tag bestand hauptsächlich aus dem Abbau der Kulissen und der Bühnenverlängerung. Zum Schutz trägt man dabei Sicherheitsschuhe und Arbeitshandschuhe.

Am Mittwoch (3.Tag) hatte ich Spätschicht und war bei der Beleuchtung. Mein Betreuer zeigte mir die unterschiedlichen Scheinwerfer, Beleuchtungseinrichtungen und deren Einsatzmöglichkeiten. Da konnte ich nicht so viel selber machen, sondern nur unterstützen. Ich half ab und zu etwas zu tragen (z.B. Werkzeuge, Vorhänge usw.). Anschließend konnte ich mir die letzte Vorführung von „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach in Französisch anschauen.

Am Donnerstag (Christi Himmelfahrt) war ich wieder bei der Bühnentechnik. Da habe ich erneut  beim Bühnenaufbau helfen können. Anschließend habe ich auch Herrn Pflüger getroffen und ein Gespräch über meinen Praktikumsverlauf gehabt. Eine Vorführung gab es während meiner Arbeitszeit leider nicht.

Am Freitag (letzter Tag) hatte ich wieder Spätschicht. Diesmal habe ich geholfen, zwei große und schwere Vorhänge zusammen mit den Bühnentechnikern in das Magazin zu tragen. Ansonsten habe ich noch beim Kulissenaufbau geholfen. Den Rest der Schicht habe ich bei der Musiktheateraufführung „Reigen“ von Philippe Boesmann zugeschaut. Da durfte ich mich während der Vorstellung in die Z-Kurve setzen, wo nur Mitarbeiter sich aufhalten dürfen. Die Z-Kurve ist der Bereich bei den Scheinwerfern direkt über den Zuschauern.

Was habe ich bei meinem Praktikum am Staatstheater gelernt?

Die Bühnentechniker, mit denen ich zusammen gearbeitet habe, haben mich freundlich aufgenommen und mir die Arbeit am Theater genau erklärt. Ich konnte den Arbeitsalltag sehr gut miterleben.

Das Praktikum war körperlich zwar sehr anstrengend und ungewohnt, aber ich hatte auch Zeiten, in denen ich mich wieder als Zuschauer erholen konnte.  Ich konnte erleben, was es heißt im Schichtbetrieb zu arbeiten. Auch am Feiertag wird gearbeitet.

Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, wie kompliziert und aufwändig ein Bühnenaufbau ist.

Das Praktikum hat mir Spaß gemacht, weil ich nicht nur zuschauen durfte sondern auch mitarbeiten durfte. Da es aber auch ungewohnt anstrengend war, freue ich mich jetzt wieder auf die Schule. Vielen Dank an alle, die mich während des Praktikums so nett betreut haben.

Felix Hennig, Klasse 10